Die neuen EU-Vorgaben zum betrieblichen Mobilitätsmanagement fordern Unternehmen zur Berichterstattung über Mobilitätsdaten und CO₂-Emissionen auf.
Die EU hat neue Regeln für das betriebliche Mobilitätsmanagement eingeführt, die Unternehmen zur Berichterstattung über Mobilitätsdaten verpflichten. Ziel ist es, CO₂-Emissionen zu senken, fairen Wettbewerb zu fördern und den sozialen Schutz von Arbeitnehmern zu verbessern. Hier die wichtigsten Punkte:
Unternehmen sollten frühzeitig ihre Prozesse anpassen, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und langfristig nachhaltige Mobilitätsstrategien zu entwickeln.
Die CSRD legt großen Wert auf präzise Berichte zur Mobilität, insbesondere im Hinblick auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG).
Ein zentraler Punkt ist die Erfassung von CO₂-Emissionen. Pkw und Transporter verursachen 15 % der gesamten CO₂-Emissionen in Europa, wobei mehr als die Hälfte dieser Emissionen auf arbeitsbedingte Mobilität zurückzuführen ist.
Unternehmen müssen folgende Daten und Maßnahmen berücksichtigen:
Diese Anforderungen richten sich speziell an bestimmte Unternehmen, die in den nächsten Abschnitten genauer beschrieben werden.
Die CSRD-Berichtspflicht betrifft folgende Kategorien von Unternehmen:
Unternehmenskategorie | Kriterien |
---|---|
Börsennotierte EU-Unternehmen | Unternehmen mit Wertpapieren an regulierten Märkten in der EU |
Große nicht-börsennotierte EU-Unternehmen | Unternehmen, die in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Schwellenwerte bei Vermögen, Umsatz und Mitarbeiterzahl überschreiten |
EU-Unternehmen großer Konzerne | Unternehmen, die Teil einer Konzernstruktur sind und bestimmte Größenkriterien erfüllen |
Schätzungsweise werden etwa 50.000 Unternehmen von den neuen Berichtspflichten betroffen sein.
Die Einführung der CSRD-Berichtspflichten erfolgt schrittweise:
Unternehmen sollten frühzeitig ihre Dateninfrastruktur anpassen. Eine mögliche Unterstützung bietet die KI-gestützte Lösung von Greater Than, die Fahrdaten analysiert, um Unfallrisiken und Klimaauswirkungen zu bewerten und so die Berichterstattung zu erleichtern.
Die EU-Vorschriften verlangen die Erhebung bestimmter Mobilitätsdaten, darunter:
Datenkategorie | Erforderliche Informationen |
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Emissionsdaten | CO₂-Ausstoß pro Transportmittel, Gesamtemissionen von Geschäftsreisen |
Mitarbeitermobilität | Pendlerverhalten, Statistiken zu Dienstreisen, Mobilitätspräferenzen |
Diese Informationen bilden die Grundlage für digitale Erfassungslösungen.
Digitale Tools ermöglichen eine effiziente Erfassung von Mobilitätsdaten. Ein Beispiel ist die Lösung von triply, die bereits von mehreren Unternehmen in Österreich genutzt wird.
"Der triply Mobility Audit hat uns geholfen, unsere Mobilitätslandschaft besser zu verstehen und datengesteuerte Maßnahmen zur Kostensenkung und Emissionsreduzierung zu ergreifen, während gleichzeitig die Mitarbeitervorteile verbessert wurden", sagt Patrick Zinner, Nachhaltigkeitsmanager bei Ringana.
Zu den gängigen Methoden der Datenerhebung gehören:
Es ist wichtig, erkannte Datenlücken schnell zu schließen. Ein strukturierter Ansatz hilft, diese Herausforderungen zu bewältigen.
"Der triply Mobility Audit ist ein hervorragendes Werkzeug. Die Analyse dauerte weniger als eine Woche, und die Daten sind präzise und aufschlussreich", erklärt Hans-Jörg Preining, Leiter Nachhaltigkeit & Wertpapiere bei der HYPO Oberösterreich.
Empfohlene Maßnahmen zur Schließung von Lücken:
"triply's Audit hat uns ermöglicht, unsere Mobilitätsstrategie kontinuierlich zu verfolgen und zu optimieren, was sowohl der Organisation als auch unseren Mitarbeitern zugutekommt", bestätigt Christian Huter, Innovationsmanager bei der ÖAMTC.
Eine gut organisierte Datenerfassung und -pflege erleichtert die Einhaltung gesetzlicher Berichtspflichten und verbessert die Entscheidungsfindung.
Nachdem die Berichtspflichten und erforderlichen Datenerfassungen beschrieben wurden, liegt der Schwerpunkt dieses Abschnitts auf praktischen Ansätzen für ein effektives Mobilitätsmanagement.
Ein Mobilitätsplan sollte sowohl die Geschäftsziele als auch rechtliche Vorgaben berücksichtigen. Die Erstellung erfolgt in mehreren Schritten:
Phase | Kernelemente | Maßnahmen |
---|---|---|
Analyse | Aktuelle Situation, Ziele, Anforderungen | Datenerhebung, Compliance-Check |
Planung | Strategie, Budgetplanung | Maßnahmenkatalog, Zeitplan |
Umsetzung | Implementierung, Überwachung | Schulungen, Monitoring |
Die EU hat das Ziel, die Transportemissionen bis 2050 um 90 % zu senken. Hier sind einige Maßnahmen, die Sie in Betracht ziehen können:
Durch eine sorgfältige Planung und regelmäßige Anpassungen können Sie Ihre Mobilitätsstrategie optimieren. Ziehen Sie Fachleute wie triply hinzu, um sowohl die Strategie als auch die Einhaltung von Vorschriften sicherzustellen.
Ein strukturierter Ansatz ist entscheidend, um die EU-Mobilitätsvorschriften einzuhalten:
Phase | Maßnahmen | Verantwortliche |
---|---|---|
Vorbereitung | Analyse von Richtlinien, Identifikation von Lücken | HR, Rechtsabteilung |
Implementierung | Anpassung von Prozessen, Durchführung von Schulungen | Mobilitätsteam, IT |
Überwachung | Datenerfassung, Erstellung von Berichten | Compliance, Controlling |
Die Umsetzung sollte sich an der EU-Entsenderichtlinie und den Vorgaben zur Lohntransparenz orientieren. Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden müssen beispielsweise geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede offenlegen.
Schauen wir uns an, wie diese Ansätze in der Praxis angewendet werden.
Neben einer systematischen Umsetzung sind regelmäßige Aktualisierungen entscheidend, um die Mobilitätsstrategie auf dem neuesten Stand zu halten.
Hier einige Maßnahmen, die dabei helfen:
Die EU-Mobilitätsstrategie umfasst 82 Initiativen für die kommenden vier Jahre. Unternehmen sollten ihre Compliance-Strategien kontinuierlich anpassen, um mit den neuen Anforderungen Schritt zu halten.
Die neuen Vorgaben verlangen von Unternehmen, Mobilitätsdaten und CO₂-Emissionen zu berichten, um nachhaltige Mobilität zu fördern.
Betroffen sind börsennotierte Unternehmen, große nicht-börsennotierte Unternehmen und Konzerntöchter in der EU.
Erste Berichte müssen bis 2025 für das Geschäftsjahr 2024 eingereicht werden, mit weiteren Wellen bis 2028.
Unternehmen müssen CO₂-Emissionen, Pendlerverhalten und Reisestatistiken dokumentieren.
Digitale Tools wie triply helfen bei der Datenerfassung und Berichterstellung, um den Anforderungen der EU gerecht zu werden.